Wer sich mit einer quietschfidelen Kinderschar auf den Weg in die Berge macht, trägt Verantwortung – und muss an tausend Dinge denken. Deshalb finden Sie hier sehr viele wichtige, nützliche und auch zeitsparende Tipps, Links und Anregungen, damit das Vergnügen jederzeit im Vordergrund steht.

Organisation
Material
Sicherheit
Haftung
Finanzen
Organisation
Darum ein Lager
Lagerorganisation
Lagerprogramm
Ernährung
Lehrmittel Schneesport
weitere Lehrmittel
Leiterbörse

Darum ein Lager


Schülerinnen und Schüler können im Schneesportlager

  • neue und unerwartete Herausforderungen meistern
  • die Bergwelt, das Winterwetter, die Natur und damit eine andere Umgebung als üblich unmittelbar erleben und in ihrem ganzen Spektrum am eigenen Leib erfahren
  • gemeinsam in einem ausserschulischen Lern- und Lebensraum Schneesportarten erlernen und den Schnee als Bau- und Spielmaterial einsetzen (Schneehütten, Bobbahn, etc.)
  • den eigenen Körper in seiner Kraft und Beweglichkeit und unter körperlichen Belastungen kennen lernen
  • sich gesund und sicher verhalten (z.B. Risiken und Gefahren einschätzen)
  • Erfolge und Misserfolge teilen und sehen, welche Fähigkeiten und Potenziale auch noch zu entdecken sind, die sonst im Schulunterricht wenig sichtbar werden
  • die Klassenkameraden und -kameradinnen in einem ganz anderen Umfeld und mit anderen Anforderungen erleben
  • als Gruppe funktionieren und sich in einer Gruppe bewegen
  • Selbstständigkeit ohne Eltern erfahren: Wo sind meine Skischuhe? Wo ist meine Skibrille, habe ich alles?
  • gemeinsam den Lageralltag bewältigen, zum Gelingen des Ganzen beitragen, etwas für die Gemeinschaft tun (Kochen, Ordnung, Spielabende, Skirennen etc.)
  • die berufliche Realität der Bergbevölkerung erleben: Was macht der Angestellte am Skilift eigentlich im Sommer?
  • die Lehrpersonen in anderen Rollen zu erleben und mit ihnen auch mal eine Schneeballschlacht machen
  • gemeinsam die Freizeit mit anderen an einem anderen Ort vielfältig gestalten
  • ev. eine ganze Woche ohne Bildschirm verbringen und erleben, wie vielfältig andere Freizeitaktivitäten sein können
  • Erlebnisse in der Gruppe teilen, die noch lange im Schulzimmer nachwirken und den Klassenverband stärken: Fotos, Videos, weißt du noch…?

Lagerorganisation

Mobilesport.ch, initiiert von Bundesamt für Sport BASPO, ist die Plattform für Sportunterricht und Training. Die Monatsausgabe vom Dezember 2012 befasst sich vollumfänglich zum Thema Schneesportlager und beinhaltet organisatorische Aspekte, Programminputs wie auch sicherheitsspezifische Themen.

Ausgabe Schneesportlager (pdf)

Checkliste

Packliste und Infobrief an Eltern

 

Unter dem Titel Schneesportlager leiten hat das Bundesamt für Sport BASPO in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Sport Magglingen EHSM eine Broschüre erstellt. Diese beinhaltet diverse Checklisten vom Rekognoszieren über die Lagergestaltung bis hin zu den Aufgaben der Lagerleitung während des Lagers.

Schneesportlager leiten (pdf)

 

Mit der Plattform von GoSnow vereinfacht sich vor allem der organisatorische Teil in der Zieldestination. Mit einer Buchung sind alle Bestandteile vor Ort reserviert (Unterkunft, Verpflegung, Bergbahntickets, Mietmaterial und optional Schneesportlehrer).

Checkliste mit vereinfachter Organisation über GoSnow

 

1 Jahr vor dem Lager

  • Lagerbuchung über GoSnow (auch später noch möglich – nach dem Motto first come first served)
  • Oder Reservation der Unterkunft bei individueller Lagerbuchung

 

6 Monate vor dem Lager

  • Leiterteam zusammenstellen
  • Lagergrobprogramm zusammenstellen (J+S Anforderungen beachten)

 

2 Monate vor dem Lager

  • Rekognoszieren
    • Erkundung Ortschaft (wo ist was; Tourismusbüro, Bergbahn, Ärzte, Einkaufsmöglichkeiten etc.)
    • Schneesportgebiet (Übersicht Anlagen, Pisten und Schwierigkeitsniveau, Besonderheiten wie Snowparks, installierte Zeitmessanlagen, Telefonnummer Pistenrettungsdienst etc.)
  • Informationen an Schüler und Eltern

 

1 Monat vor dem Lager

  • J+S Anmeldung des Lagers durch Coach

 

3 Wochen vor dem Lager

  • Einladung inkl. Packliste für Schüler und Eltern

Lagerprogramm


Gestaltung Lagerprogramm

Sportprogramm

  • Wie viele Gruppen müssen auf welchen Lernniveaus gebildet werden?
  • Wie werden die Gruppen gebildet?
  • Wie werden die Leiter eingesetzt?
  • Lagerspiele (Wochen-, Tages-, Abendspiele)
  • Abschlussabend
  • Spezialevents (Vorträge, Führungen, andere sportliche Aktivitäten)
  • Ausprobieren anderer Disziplinen (Telemark, Skilanglauf, Schlittschuhlaufen etc.)
  • Iglu bauen
  • Schlitteln

Tagesablauf

  • Wie lange soll Sport getrieben werden
  • Zeitplan (Wecken, Frühstück, Kochen, Essenszeiten, Abend, Nachtruhe)

 

Schlechtwettermöglichkeiten

  • Auch bei schlechtem Wetter sollen verkürzte Aktivitäten im Freien durchgeführt werden
  • Neues Tagesziel definieren
  • Spiele im und rund um das Lagerhaus
  • Erarbeitung Lagerbuch
  • Schneebezogene Themen behandeln
  • Andere Sportliche Aktivitäten (Hallenbad, Eislaufen, Curling, Schlitteln, Winterspaziergang)

 

Organisation im Leiterteam

  • Informationen zu den Teilnehmenden weiterleiten
  • Über Programminhalte informieren
  • Aufgabenteilung

Informationen an die Teilnehmenden

  • Früh genug über das Lager und die Kostenbeteiligung der Eltern informieren
  • Vor dem Lager definitive Einladung mit Packliste verteilen
  • Lagerregeln mitteilen und Unterschreiben lassen
  • Notfall-, Gesundheitsblatt verteilen
  • Eventuell Elternabend im Vorfeld organisieren

Vorbereitungen im Unterricht

  • Vorgängig Zimmer einteilen
  • Ev. Mitgestaltung der Schüler am Abendprogramm
  • Einteilung Küchenteams
  • Ev. spezifische Übungen im Turnunterricht einbeziehen

 

Budget

  • Lagerbudget erstellen
  • Allenfalls Finanzaktion starten

Ernährung

Die Verpflegung ist ein anspruchsvoller Bestandteil eines Lagers. Einerseits sollen die Gerichte ausgewogen und gesund sein, andererseits aber auch machbar für die Küchenequipe. Für die Menuplanung sollte zudem im Vorfeld geklärt werden, ob die Kinder in der Klasse unter Allergien leiden, sich Vegetarisch oder Vegan ernähren oder kulturell bedingte Essgewohnheiten haben.
In der Ausgabe Schneesportlager von mobilesport.ch sind hilfreiche Informationen zur Ernährung, Menupläne mit Rezepten sowie ein Einkaufsplaner enthalten:
Wann ist was am Besten (pdf)
Menuplan inklusive Rezepte V1 (pdf)
Menuplan inklusive Rezepte V2 (pdf)
Weitere Rezepte (pdf)
Rezepte vegetarisch (pdf)
Einkaufsplaner (.xls)

 

Die Schtifti Foundation setzt sich mit dem Programm Gorilla für die Gesundheitsförderung bei Jugendlichen ein.

Schtifti Foundation

Lehrmittel Schneesport

Swiss Snowsports, der Dachverband der Schweizer Skischule, bietet im online Webshop diverse Lehrmittel zu den verschiedenen Schneesportarten an.

Swiss Snowsports Shop

 

Auf mobilesport.ch stehen zahlreiche Übungen, Lektionen und Tests zu den verschiedenen Schneesportarten kostenlos zur Verfügung. Die Filterfunktionen ermöglichen einen schnellen Zugriff auf Material das dem Alter und Niveau Ihrer Klasse entspricht.
Ski alpin
Snowboard
Skilanglauf
Eislauf
Curling
Eishockey

 

 

weitere Lehrmittel

Schnee und Lawinenkunde
Obwohl der Schneesport in den Skilagern vor allem auf der Piste stattfindet, sind Informationen zu den Themen Schnee und Lawinen interessant und wissenswert. Dieser Themenbereich kann vorgängig im Unterricht behandelt werden oder auch während des Schneesportlagers.

Das WSL Institut für Schnee- und Lawinenforschung kurz SLF stellt auf ihrer Website weiterführende Informationen zu den Themen Schnee und Lawinen zur Verfügung.
SLF Schülerinfos

 

Zudem publiziert das SLF während den Wintermonaten ein tägliches Lawinenbulletin um Gefahren besser einschätzen zu können und demensprechen die Routen zu wählen.

 

Wildschutzgebiete und Wildruhezonen
Der steigende Trend von Schneeschuhwandern und Skitourenfahren bedingt Massnahmen zum Schutz der Natur und den Tieren. Das Bundesamt für Umwelt BAFU und der Schweizer Alpen-Club SAC haben die Kampagne „Respektiere deine Grenzen“ ins Leben gerufen. Die Wildruhezonen und Wildschutzgebiete werden vom Kanton in Zusammenarbeit mit dem BAFU bestimmt und sollen den Wildtieren einen geschützten Rückzugsraum verschaffen.

Die vier Grundregeln um Konflikte mit Wildtieren zu vermeiden

  1. Wildruhezonen und Wildschutzgebiete beachten: Sie bieten Wildtieren Rückzugsräume.
  2. Im Wald auf Wegen und bezeich¬neten Routen bleiben: So können sich Wildtiere an den Menschen gewöhnen.
  3. Waldränder und schneefreie Flächen meiden: Sie sind die Lieblingsplätze der Wildtiere.
  4. Hunde an der Leine führen, insbesondere im Wald: Wildtiere flüchten vor frei laufenden Hunden.

Respektiere deine Grenzen

 

Wild im Schnee ist ein Lehrmittel initiiert von Mountain Wilderness und bringt Jugendlichen die Themen der Bergwelt auf eine spielerische Art und Weise näher. Das Lehrmittel eignet sich für Schüler in der 6. bis 9. Klasse und kann mit 16 bis 30 Teilnehmern durchgeführt werden.

Mountain Wilderness

Leiterbörse

Dank der Zusammenarbeit mit sportnetzwerk.ch, der grössten Job- und Fachpersonenplattform im Schweizer Sport, wird die Suche nach Schneesportleiterinnen und -leitern vereinfacht.

Lehrpersonen können gratis Inserate für ihr Schneesportlager aufgeben und Dank einer cleveren Suchfunktion gezielt nach den nötigen Fachpersonen suchen.

sportnetzwerk.ch

 

Suchen Sie gezielt nach J+S-Leiterinnen und Leitern um die Qualität des Schneesportunterrichts zu gewährleisten und J+S-Lagerbeiträge generieren zu können. 

Mehr Informationen zu Jugend+Sport erfahren Sie hier oder fragen Sie den J+S-Coach an Ihrer Schule oder in der Gemeinde. 

 

Material
Kleidung
Schutzausrüstung
Material

Kleidung

Die Kleidung soll zweckmässig sein und den aktuellen Temperaturen angepasst werden können. Daher empfiehlt sich auch im Schneesport das bewährte Zwiebelprinzip. Dieses Prinzip basiert auf einer Transportschicht, der Wärmeschicht und abschliessend der Isolationsschicht. Als unterste Schicht eignet sich atmungsaktive Funktionswäsche die den Schweiss vom Körper wegtransportiert. Fleece Pullis sind mögliche Kleidungstücke für die Wärmeschicht. Baumwolle eignet sich nicht für die erste und zweite Schicht, da dieses Material die Feuchtigkeit aufsaugt und speichert. Abschliessend soll die Isolationsschicht Wind, Regen und Schnee abweisen. Auch wenn die äusserste Schicht Wasserdicht sein soll, empfiehlt sich hier die Wahl eines atmungsaktiven Materials. Zusätzlich kann es vorteilhaft sein, wenn die äusserste Schicht mit Lüftungsreissverschlüssen ausgestattet ist, welche bei Bedarf geöffnet werden können. Dies ist auch bei den Schneesporthosen ein Plus. Wichtig sind auch die Pflege und das Imprägnieren der Isolationsschicht.

 

Sonnenbrille

Das Tragen einer Sonnenbrille beim Schneesport ist sehr wichtig. Durch die Reflexion der Sonnenstrahlen im Schnee verdoppelt sich die Dosis des UV-Lichts. Für den Schneesport eignen sich gut belüftete Sonnenbrillen mit grossen, nach hinten gezogenen Gläsern.

Schutzausrüstung

Die Schutzausrüstung soll im Falle eines Sturzes Verletzungen vorbeugen und/oder vermindern. Das Tragen der Schutzausrüstung soll mit der normalen Winterbekleidung getragen werden können und die Bewegungsfreiheit nicht einschränken. Zur Schutzausrüstung gehören Helm, Handgelenkschutz und Rückenpanzer, wobei dieser vor allem für Schneesportler, die abseits der Pisten oder im Snowpark fahren, empfehlenswert ist. Denn in diesen beiden Situationen ist Risiko mit dem Rücken auf einem harten Gegenstand aufzugschlagen (z.B. Stein, Rail) höher, als beim Fahren auf den geprüften Pisten. Das bfu empfiehlt folgendes zu beachten:

 

Helm

  • Vermerk EU Norm 1077
  • Der Helm soll gut sitzen und bequem sein, auch beim Tragen einer Sonnen- oder Schneesportbrille
  • der Helm darf auch mit offenen Kinnband beim Hin- und Herschütteln nicht wackeln
  • Nach einem schweren Sturz sollte der Helm ersetzt werden, auch wenn äusserlich keine Defekte sichtbar sind
  • Ersetzen Sie den Helm gemäss Angaben des Herstellers, definitiv aber bei sichtbarer Schädigung oder nach einem starken Schlag, auch wenn keine Schäden sichtbar sind.

 

Handgelenkschutz für Snowboarder

  • Ein Handgelenkschutz kann Verletzungen vermeiden oder den Schweregrad vermindern
  • Bis heute gibt es keine EU Norm, die die Qualitätssicherung des Schutzes gewährleisten würden
  • Ein Handgelenkschutz muss über Stabilisierungselemente die vor Überstreckung schützen und Stösse auf das Handgelenk dämpfen
  • Die Stabilisierungselemente sollen keine scharfen Kanten aufweisen

 

Rückenprotektoren

  • Die Unfallmechanismen, die zu Verletzungen an Rumpf, Rücken und Rückenmark führen sind noch wenig erforsch. Deshalb können auf Wissenschaftlicher Basis keine Empfehlungen abgegeben werden
  • Rückenprotektoren können in der richtigen Grösse und abhängig von Konstruktion und Material die Wirkung direkter Schläge dämpfen und die Einwirkung eines spitzen Gegenstandes mindern
  • Ein Rückenprotektor hat jedoch wenig bis keine Schutzwirkung bei axialen Schlägen auf das Steissbein oder den Kopf, beim Abknicken der Halswirbelsäule und bei starken Rotationskräften auf den Rumpf. Diese Kraftwirkungen können zu Brüchen der Wirbelsäule und Schädigungen des Rückenmarks führen.

Ein Rückenprotektor kann jedoch zusätzlicher Schutz vor allem bei Off-Piste Abfahrten oder Fahren im Park, Pipes, auf Rails und Obstacles bieten, da dort das Risiko einer Landung auf dem Rücken aus der Höhe deutlich wahrscheinlicher ist als beim Fahren auf der Piste.

 

Material

Das verwendete Material leistet einen wichtigen Beitrag für eine sichere Fahrt auf den Pisten. Folgende Aspekte sollten bezüglich der Skis oder dem Snowboard beachtet werden.

 

Ski

  • Die Skis sollen auf den Fahrer abgestimmt sein: Art, Taillierung, Länge
  • Kanten geschliffen (verrostete oder unscharfe Kanten können den Halt auf vereisten Pisten vermindern)
  • Skibindung müssen korrekt eingestellt und bfu geprüft sein; Grösse, Gewicht und Fahrstil
  • Kontrolle der Schuhe; Sohlen und Schnallen

 

Snowboard

  • Das Snowboard soll auf den Fahrer abgestimmt sein: Art, Taillierung, Länge
  • Kanten geschliffen (verrostete oder unscharfe Kanten können den Halt auf vereisten Pisten vermindern)
  • Bindung korrekt eingestellt
    • Der Abstand zwischen den Bindungen, auch Stance genannt, entspricht etwa der Länge der Fusssohle bis zum oberen Teil des Knies.
    • Ein breiter Stand vereinfacht die seitliche Stabilität
    • Bindung zentral platzieren, Zehen und Fersen sollten nicht übers Brett ragen
    • Winkel der Bindungen beträgt mindestens 24 Grad
    • Duck-Stance ermöglicht das Fahren in beide Richtungen und erleichtert Einsteigern, die bevorzugte Position zu finden
Sicherheit
Information und Unterrichtsmaterial
Physische Vorbereitung
Aufwärmphase und Pistenwahl
Benutzung der Transportanlagen
Tipps für den Unterricht auf der Piste
Verhalten bei einem Unfall
Präventionspartner

Information und Unterrichtsmaterial

Auf den Pisten und im Park gelten die FIS- sowie die Snowpark Regeln.

FIS Regeln (pdf)

Snowpark Tafel (pdf)

Mit dem Thema Sicherheit im Schneesport hat sich die Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu ausführlich befasst und Sicherheitsregeln für die diversen Schneesportarten entwickelt und veröffentlicht. Diese Unterlagen können direkt hier als PDF heruntergeladen oder bei der bfu als gedruckte Version bestellt werden.

 

Unterrichtsmaterial:

(Sicherheitsförderung der bfu)

Ski und Snowboard (pdf)

Schlitteln (pdf)

Schneesport für Primarschüler (pdf)

Snow-Safety-Kartenset (pdf)

 

Informationsbroschüren:

(Sicherheit und Schneesport)

Skifahren und Snowboarden (pdf)

Snowboard Slopetricks (webseite)

Schlitteln (pdf)

Sicherheit im Schneesport (pdf)

Sicherheit im Tiefschnee (pdf)

 

 

 

Physische Vorbereitung

Ski- und Snowboard fahren sind körperlich anspruchsvolle Sportarten. Eine gute körperliche Verfassung kann das Risiko von Stürzen und Verletzungen mindern. Die Suva hat ein Übungsprogramm als Präventivmassnahme und Vorbereitung für den Schneesport zusammengestellt. Diese Übungen lassen sich auch im Turnunterricht einbinden.

 

Übungen

 

Übungen auf YouTube

 

Aufwärmphase und Pistenwahl

Das Aufwärmen eignet sich um die Schüler ab zu holen und ihre Konzentration wie auch die Aufmerksamkeit auf den bevorstehenden Schneetag zu lenken. Es soll den Kreislauf in Schwung bringen, aber auch Spass machen. Wärmen Sie sich nicht nur am Morgen auf, sondern auch nach längeren Pausen oder bei tiefen Temperaturen. Gehen Sie die ersten Abfahrten langsam an und fahren Sie gemütlich. Planen Sie die Abfahrten entsprechend dem Fahrniveau der Gruppe und informieren Sie die Teilnehmer über die jeweilige Piste und was sie auf der nächsten Abfahrt erwarten wird.

Benutzung der Transportanlagen

Gondelbahn/Sessellift
Schliessen Sie die Sicherheitsbügel bzw. die Türe. Sitzen bzw. stehen Sie während dem Transport ruhig und warten Sie im Falle eines Stillstandes auf die Anweisungen des Bahnpersonals. Kinder unter 1.25 m Körpergrösse müssen zwingend durch eine erwachsene Person begleitet werden. Während der Fahrt ist das Schaukeln verboten. Unterwegs nie frühzeitig selbst ab- bzw. aussteigen.

 

Schlepplift

Snowboarder lösen das hintere bein aus der Bindung. Skifahrer tragen die Skistöcke in der Aussenhand. Wenn Sie beim Aufstieg stürzen, verlassen Sie sofort die Fahrspur.
Während des Aufstiegs ist es verboten Slalom zu fahren. Sie bleiben stehen und lassen sich ziehen. Es ist nicht erlaubt auf den Bügel zu sitzen.

Üben Sie mit Anfängern vorgängig das Liftfahren mit Stöcken im flachen Gelände.

Tipps für den Unterricht auf der Piste

Nehmen Sie eine Notfallapotheke mit auf die Piste. Zählen Sie die Teilnehmer und überprüfen Sie regelmässig die Vollständigkeit der Gruppe. Geben Sie immer den nächsten Besammlungsort als Orientierungshilfe bekannt. Überlegen Sie sich vorgängig wo welche Übungen durchgeführt werden sollen und benützen Sie für jene möglichst wenig befahrene Abschnitte oder übersichtliche Pisten ohne Kreuzungen.

Verhalten bei einem Unfall

  1. Sichern der Unfallstelle
    • Wenn möglich die Verletzen und Beteiligten aus der Gefahrenzone bringen. Skier über der Unfallstelle gekreuzt einstecken.
  2. Erste Hilfe Leisten
    • Erfassen Sie den Zustand des Verletzten, lagern Sie ihn richtig und beginnen Sie mit lebensrettenden Sofortmassnahmen. Versorgen Sie die Wunden und schützen Sie den Verunfallten gegen Kälte.
  3. Alarmieren
    • Melden Sie den Unfall über die örtliche Notfallnummer oder bei der nächsten Bergbahnstation. Informieren Sie über den Ort und die Zeit des Unfalls, die Anzahl der Verletzten und die Art der Verletzung.
  4. Feststellen des Tatbestandes
    • Nehmen Sie die Personalien der Beteiligten und Zeugen auf. Notieren Sie den Ort, die Zeit sowie den Unfallhergang.

Präventionspartner

bfulogo
Haftung
Haftungssituation
Obhutspflicht

Haftungssituation

Die Lehrkräfte haben gegenüber ihren Schulkindern eine Obhutspflicht und sind für die psychische und physische Unversehrtheit der ihnen Anvertrauten Kinder verantwortlich. Dies Verlangt potentielle Risiken und Gefahren zu erkennen, vorausschauend zu entschärfen und aktiv zu bekämpfen. Diese Verantwortlichkeit kann nicht delegiert werden. In Lagern haftet die Lehrperson für die Handlungen der Hilfsleiter in gleicher Weise, wie wenn er sie selber vorgenommen oder unterlassen hätte.
Für Schadenfälle bei schulischen Veranstaltungen während der obligatorischen Schulzeit, haftet der Schulträger. Bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit der Lehrperson ist der Schulträger jedoch berechtigt auf die Lehrkraft Regress zu nehmen. Hat die Lehrperson Hilfskräfte beigezogen, so wird für eine mögliche Schadenersatzbeteiligung beurteilt, ob diesen gegenüber die Pflichten wahrgenommen wurden. Hierfür gelten folgende Kriterien:

 

  • Auswahl Hilfsperson; erfüllt die Anforderungen entsprechend der Veranstaltung und deren Zielen
  • angemessene, den konkreten Umständen angepasste Instruktion und Information, mit Vereinbarungen über Aufgabe und Vorsichtsmassnahmen
  • Zweckmässige Überwachung

Obhutspflicht

Grundlegende Voraussetzungen für die Erfüllung der Obhutspflicht / Vorkehrungen für ein Schneesportlager

  • Wanderungen, Unterkünfte, Fahrten rekognoszieren
  • Das Programm der Entwicklung und den Fähigkeiten der Teilnehmenden anpassen
  • Eltern klar und rechtzeitig informieren: Programm, Ausrüstung, Verpflegung, Kosten, Dispensationen, besondere erzieherische oder medizinische Massnahmen, Erreichbarkeit, Notfallblatt usw.
  • Die Ausrüstung muss mit den Anforderungen und den Verhältnissen übereinstimmen
  • Fähiges Begleitpersonal mitnehmen, klar instruieren und überwachen
  • Klare und altersgemässe Anweisungen geben, Einhaltung regelmässig überprüfen
  • Kinder beobachten: Ängstlichkeit, Ermüdung, Mutproben, Überschätzung usw.
  • Auffällige Kinder besonders beaufsichtigen, gesundheitliche Beeinträchtigungen berücksichtigen
  • Ärztliche Versorgung sicherstellen, Reiseapotheke, Notfallzettel, Handy
  • Angemessene Vorbereitung des Lagers mittels Rekognoszieren, Konsultationen von Wetterberichten, Lawinenbulletins usw.
  • Mit Schülern Lagerregeln vereinbaren und Schriftlich festhalten (Anschlagbrett im Lagerhaus)
  • Information der Eltern über die Lagerregeln
  • Alle notwendigen Sicherheitsmassnahmen treffen
  • Pistenwahl mit Rücksicht auf das schlechteste Gruppenmitglied
  • Signale und Pistenabsperrungen beachten und respektieren

Die Schule haftet nicht für Unfälle ausserhalb des Schulbetriebs. Beispiel: Ein Schüler bricht sich auf der Skipiste, die er nach seinem Fahrkönnen und unter Beachtung der nötigen Vorsichtsmassnahmen bewältigen kann, das Bein. Die Unfallversicherung deckt die Heilungskosten, die Schule wird aber nicht für allfällige weitere Aufwendungen aufkommen. Wenn der Lehrer aber eine offensichtlich zu schwere Piste wählt oder seine Aufsichtspflicht vernachlässigt, sieht die Situation anders aus.

Obhutspflicht und Verantwortlichkeit von Lehrpersonen

Finanzen
Schulbudget
Jugend+Sport
Fonds für Härtefälle
Finanzierung durch Crowdfunding

Schulbudget

Die Finanzierung von Schullagern ist auf kantonaler und kommunaler Ebene sehr individuell geregelt. Finanzielle Mittel für ein geplantes Lager müssen durch die Schulleitung im Budget aufgenommen werden. Dieses wird dann auf kommunaler Ebene geprüft. In der Regel werden die Kosten für eine Lagerteilnahme mit einem Anteil der Schule und einem Elternanteil gedeckt. Die Höhe des maximalen Elternbeitrages ist normalerweise im Schulreglement geregelt.

 

Falls Eltern mit niedrigem Einkommen den Beitrag nicht finanzieren können, gibt es in den meisten Fällen die Möglichkeit bei der Schule, Gemeinde oder dem Sozialamt einen Unterstützungsantrag zu stellen.

Jugend+Sport

Ein Lager nach J+S Standards durchzuführen ist einerseits eine Qualitätssicherung aber auch eine Finanzierungsmöglichkeit.

Wenn ein Schneesportlager den J+S Anforderungen entspricht und  bei J+S angemeldet wird, kann ein zusätzlicher Beitrag pro Kind und Tag von CHF 7.60 erwirkt werden.

 

Informieren Sie sich beim J+S Coach Ihrer Schule oder beim Kantonalen Sportamt.

Kantonale Sportämter

Fonds für Härtefälle

Durch begrenzte Gemeindebeiträge und begrenzte Beteiligungsmöglichkeiten der Eltern, sind selbst preisgünstige Schneesportaktivitäten für gewisse Gemeinden und Schulen, resp. die Eltern der Schulkinder nicht tragbar. Gemeinsam mit der Stiftung «Freude herrscht» hat die Schneesportinitiative den Fonds für Härtefälle ins Leben gerufen. Er soll Unterstützung bieten für Schulen in finanzschwachen Gemeinden, welche budgetbedingt keine Schneesportaktivität durchführen können oder durch spezielle Umstände über zu wenig Budget verfügen, um ein Schneesportlager oder einen Schneesporttag durchzuführen.

 

Antragsformular Unterstützungsbeitrag (pdf)

Fondsreglement (pdf)

 

Stiftung «Freude herrscht»

Im Andenken an Mathias Adolf Ogi wurde die Stiftung «Freude herrscht» gegründet. Mit dem Ziel, Mathias‘ Tugenden Lebensfreude, Leistungsfähigkeit, Durchhaltewille, Hilfsbereitschaft und Kameradschaft an kommende Generationen weiter zu vermitteln.

«Freude herrscht» unterstützt Programme, die bei Kindern ein gesundes Selbstbewusstsein und körperliche Leistungsfähigkeit fördern.

Finanzierung durch Crowdfunding

Finanzierung durch Crowdfunding

Beim Crowdfunding werden Projekte durch eine Vielzahl von Menschen finanziert. Auf der digitalen Plattform lokalhelden.ch können Sie ein Crowdfunding-Projekt zur Finanzierung Ihres Klassenlagers starten und so auf unkomplizierte und moderne Art Spenden sammeln. Nebst Geldspenden gibt es auch die Möglichkeit Material- und Zeitspenden (Helfer) zu erfassen. Die Plattform wird kostenlos von unserem Partner Raiffeisen zur Verfügung gestellt. 

 

So funktioniert Crowdfunding auf lokalhelden.ch

 

Starten Sie jetzt Ihr Projekt auf lokalhelden.ch!